Verein für Hundesport Mönchengladbach-Bökelberg e.V.

Agility, Ansprechpartner: Birgit Gramattke, Tel.: 02154 - 42 79 53

Was macht den Agilitysport zu etwas Besonderem ?
In alter Zeit bewachten die Hunde den Hof, hüteten Schafe, gingen auf die Jagd oder fingen Ratten. Sie hatten eine Aufgabe zu erfüllen und mußten sich ihr Futter verdienen. Der heutige Familienhund ist hingegen meist arbeitslos und langweilt sich tagein, tagaus. Oft treten seelische Schäden auf, destruktives Verhalten und stereotype Handlungen können die Folge sein.
Agility bietet sich als ideale Beschäftigung für Hund (und Mensch ) an. Das gemeinsame Arbeiten stärkt die Beziehung zwischen Hund und Mensch, der Kontakt mit anderen Hunden fördert das Sozialverhalten der Hunde. Ein Hund, der Agility betreibt, hat Bewegung und muß Aufgaben erfüllen, die seine Sinne schärfen und seine Konzentration erfordern; er führt natürliche Bewegungsabläufe aus und trainiert seinen Körper so wird oder bleibt er körperlich und geistig fit.
Interessant macht diese Hundesportart auch, daß man nicht an ein starres Schema gebunden ist. Im Gegensatz zu anderen Hundeausbildungsarten kann jeder seine eigene Methode und seinen eigenen Stil finden, den Agilityparcours zu bewältigen. Die Reihenfolge der Hindernisse steht nicht fest, auf einer Fläche von (im Turnier) 20 m x 40 m können die Hindernisse beliebig aufgestellt werden .

Und Alle die es einmal ausprobiert haben sagen : "Agility macht Spaß"
Welche Voraussetzungen müssen Hund und Mensch erfüllen ?
Prinzipiell kann jeder Hund Agility betreiben. Lediglich Vertreter sehr kleiner oder sehr großer Rassen sowie kranke Hunde und trächtige Hündinnen können unter Umständen nicht alle oder gar keine Hindernisse bewältigen. Im Zweifelsfall sollte man den Tierarzt befragen.
Die Hunde sind in drei Größenklassen eingeteilt, so gibt es zum Beispiel für kleinere Hunde die Mini-Klasse, bei der die Sprunghöhen und -weiten verkleinert sind.
Es ist darauf zu achten, daß Welpen und Junghunde keine Sprünge ausführen und keinen engen Slalom laufen dürfen, da die Gelenke sonst Schaden nehmen können. Das heißt aber nicht, daß diese Hunde in diesem Alter kein Agility betreiben können. Die Hürden werden auf wenige Zentimeter heruntergestellt, und auch ein acht Wochen alter Welpe kann mit Begeisterung durch einen Tunnel sausen.
An den Hundeführer werden ebenfalls keine besonderen Anforderungen gestellt. Wer erfolgreich an Turnieren teilnehmen will, sollte sportlich durchtrainiert sein. Für die Freizeit-Sportler aber gilt: selbst wer schon älter oder nicht so gut zu Fuß ist, kann Agility betreiben. Er kann dann größeres Gewicht auf die "Kontrolle auf Distanz" legen.
Ganz wichtig ist jedoch der Grundgehorsam: der Hund muß "Sitz", "Platz", "Komm" sicher beherrschen, da im Parcours ohne Leine gelaufen wird. Wenn sich der Hund beispielsweise mehr für seine Artgenossen interessiert als für das Kommando des Hundeführers, wird nicht nur das eigene Training zum Frust, sondern auch das der anderen Teilnehmer. Möchte man an Turnieren teilnehmen, muß eine "Begleithunde-Prüfung" (BH) abgelegt werden.

Wir bieten in allen Sportarten eine kostenlose "Schnupperstunde" an.

Wie sieht das Training aus?
Agility ist ein Geschicklichkeitslauf, bei dem der Hundeführer seinen Hund ohne Leine und Halsband einzig mit seiner Stimme und Körpersprache durch einen Parcours führt. Der Parcours kann je nach Prüfungsstufe aus 12 bis 20 Hindernissen bestehen. Die Hindernisse bestehen aus verschiedenen Hürden die über- bzw. durchsprungen werden müssen (Stangenhürden/Reifen). Im Weiteren gibt es Hindernisse wie den Steg, die Wippe, den Tunnel, der durchlaufen werden muss und die A-Wand die überlaufen wird, ohne die Kontaktzonen im Eifer des Gefechts zu überspringen. An aufgestellten Stangen wird Slalom gelaufen. Nur vom Hund dürfen die Hindernisse überwunden werden, der jeweilige Hundeführer darf sie nur umlaufen. Dieser muss seinen vierbeinigen Freund, ohne ihn oder die Hindernisse zu berühren, in der richtigen Reihenfolge über den Parcours bringen.
Zunächst einmal muß das neue Agility Team die einzelnen Hindernisse kennenlernen. Dies kann z.B. mit den Hürden anfangen. Der Hund muß lernen, über die Stangen zu springen statt darunter durch oder um die Hürde herum zu laufen. Der Hundeführer lernt ein entsprechendes Kommando einzuführen, meist wird das Wort "Hopp" in Verbindung mit einer entsprechenden Handbewegung benutzt. So wird jedes einzelne Hindernis am Anfang langsam und ohne Hast dem Hund und Hundeführer näher gebracht (natürlich nicht alles in einer Stunde).
Fortgeschritte Teams arbeiten an der Präzision, an Führung auf Distanz und an Führungswechseln (Hund läuft links vom Hundeführer, Hund läuft rechts vom Hundeführer) und versuchen sich an Dingen wie Vorausschicken des Hundes und weitem Abrufen des Hundes (beim Start).
Das Training findet in entspannter Atmosphäre statt, es werden keine Starkzwangmittel wie Würger oder Stachelwürger zugelassen, es wird nicht gebrüllt, sondern die Kommandos in einer für den Hund entsprechenden Art und Weise gegeben (evtl Clicker).

Hund und Mensch arbeiten zusammen als Team und können auch nur als Team erfolgreich sein.